Was du brauchst
- Node.js v18 oder höher — prüfen mit
node --version - npm — kommt mit Node.js, prüfen mit
npm --version - Ein Terminal — macOS: Terminal/iTerm2 | Windows: PowerShell oder WSL | Linux: beliebig
- Anthropic Account — kostenlos auf console.anthropic.com erstellen
- Ca. $5 API-Guthaben — für die ersten Experimente reicht das Wochen
claude login ein.
Schritt 1: Claude Code installieren
npm install global
Öffne dein Terminal und führe diesen Befehl aus:
npm install -g @anthropic-ai/claude-code
Das lädt ca. 50MB und installiert den claude-Befehl global.
Installation prüfen
claude --version
Du solltest etwas wie claude 1.x.x sehen. Falls nicht — siehe Fehlerbehandlung unten.
Fehler: "command not found: claude"
npm global packages sind nicht im PATH. Fix: export PATH="$PATH:$(npm config get prefix)/bin" — und diese Zeile in deine ~/.zshrc oder ~/.bashrc einfügen.
Fehler: "EACCES permission denied"
npm braucht Schreibrechte. Entweder: sudo npm install -g @anthropic-ai/claude-code (nicht empfohlen) oder npm global prefix in Home-Verzeichnis verlegen: npm config set prefix ~/.npm-global
Schritt 2: API-Key einrichten
Du hast zwei Optionen:
Option A: claude login (empfohlen für Claude Pro Nutzer)
claude login
Es öffnet sich ein Browser-Fenster. Anthropic-Account einloggen, fertig. Keine API-Keys nötig.
Option B: API-Key (für pay-per-use)
API-Key holen: console.anthropic.com → API Keys → Create Key
# Einmalig in deinem Terminal setzen:
export ANTHROPIC_API_KEY="sk-ant-..."
# Oder dauerhaft in ~/.zshrc / ~/.bashrc:
echo 'export ANTHROPIC_API_KEY="sk-ant-..."' >> ~/.zshrc
source ~/.zshrc
.env Datei im Projektordner an und füge sie zur .gitignore hinzu. So landet der Key nie in Git.
Schritt 3: Erster Start
Projektordner erstellen und claude starten
mkdir mein-erstes-projekt
cd mein-erstes-projekt
claude
Claude Code startet und zeigt dir die interaktive Konsole:
╭──────────────────────────────────────────╮
│ ✻ Welcome to Claude Code! │
│ │
│ /help for help │
│ │
│ cwd: /home/user/mein-erstes-projekt │
╰──────────────────────────────────────────╯
>
Erster Test: Hallo Claude
Tippe in der Claude-Konsole:
> Erstelle eine Datei hello.py die "Hallo, Welt!" ausgibt
Claude wird:
- Dir mitteilen was es machen will
- Um Erlaubnis fragen (Enter zum Bestätigen)
- Die Datei erstellen
- Den Inhalt zeigen
$ cat hello.py
print("Hallo, Welt!")
Was gerade passiert ist:
Claude hat eigenständig eine Datei erstellt — ohne dass du touch, nano oder irgendeinen Editor angerührt hast. Das ist Claude Code: Beschreiben, bestätigen, fertig.
Schritt 4: Erste echte Aufgabe
Jetzt machen wir etwas Sinnvolles. Wir lassen Claude Code ein Python-Skript bauen, das eine API aufruft und die Ergebnisse in eine Datei schreibt.
Aufgabe beschreiben
> Schreibe ein Python-Skript weather.py das:
1. Die aktuelle Uhrzeit (UTC) holt
2. Eine JSON-Datei weather_log.json erstellt
3. Timestamp + "Wetter: Sonnig" (Platzhalter) einträgt
4. Das Skript dann direkt ausführt und das Ergebnis zeigt
Claude wird mehrere Schritte machen:
- Write: weather.py erstellen
- Bash:
python3 weather.pyausführen - Read: weather_log.json prüfen
- Dir das Ergebnis zeigen
Iterieren — der Kern von Claude Code
Wenn das Ergebnis nicht ganz passt, beschreibe einfach was fehlt:
> Das Log soll auch die Ausführungszeit in Millisekunden messen
> Ergänze außerdem einen Status-Code: 200 für Erfolg, 500 für Fehler
> Mach das Skript so dass es als Cron-Job läuft (ohne Output wenn erfolgreich)
Jede Anfrage baut auf dem vorherigen auf. Claude liest die bestehende Datei und erweitert sie — du musst keinen Code kennen.
/undo in der Konsole machst du die letzte Änderung rückgängig.
Schritt 5: CLAUDE.md anlegen — der wichtigste Schritt
Eine CLAUDE.md Datei im Projektordner gibt Claude Code dauerhaften Kontext. Ohne sie muss Claude bei jeder Session neu lernen worum es geht.
Erste CLAUDE.md erstellen
> Erstelle eine CLAUDE.md Datei die erklärt:
- Was dieses Projekt macht (weather logging tool)
- Welche Python-Version wir nutzen
- Dass alle Logs im JSON-Format sein müssen
- Dass nach jeder Änderung ein kurzer Test läuft
Claude erstellt die Datei. Das Ergebnis sieht ungefähr so aus:
# Weather Logging Tool
## Projektbeschreibung
Dieses Skript loggt Wetterdaten mit Timestamp und Status-Code in JSON-Format.
## Technische Anforderungen
- Python 3.10+
- Alle Log-Einträge im JSON-Format (kein Plain-Text)
- Keine externe API-Abhängigkeiten im Core-Skript
## Test nach jeder Änderung
```bash
python3 weather.py && python3 -c "import json; json.load(open('weather_log.json'))"
```
## Commit-Format
`feat:` für neue Features, `fix:` für Bugfixes
CLAUDE.md testen
Beende die Session und starte neu:
exit # Claude Code beenden
claude # Neu starten
Tippe jetzt:
> Was ist das für ein Projekt und welche Regeln gelten hier?
Claude liest die CLAUDE.md automatisch und gibt dir eine korrekte Antwort — ohne dass du irgendetwas erklärt hast. Das ist Persistent Context.
Du hast jetzt:
Claude Code installiert ✅ | API-Key konfiguriert ✅ | Ersten Agenten gestartet ✅ | Erste Datei erstellt ✅ | CLAUDE.md angelegt ✅
Was als nächstes?
Du beherrschst die Grundlagen. Die nächste Ebene:
- CLAUDE.md vertiefen — Hierarchien, CEO→Worker-Struktur, echte Production-Templates
- Hooks einrichten — Auto-Lint, Auto-Commit, Safety-Guards
- MCP Server verbinden — GitHub, Supabase, Playwright direkt aus Claude heraus steuern
- Subagents bauen — parallele Agenten für komplexe Aufgaben
Strukturiert lernen statt Trial & Error
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